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FransenMusik

„Manchmal präsentiert man Dinge auf der Bühne, die man sich angeeignet und die man geübt hat. So will man die Anerkennung des Publikums gewinnen. Aber wenn niemand weiß, was als nächstes geschieht? Dann braucht das Publikum genauso viel Mut wie wir Musiker, um dem Unerwarteten entgegenzutreten.“
WayneShorter


Dieses Zitat könnte als Motto für Fransen Musik dienen - verlassen sich Klex Wolf und Hannes Sprenger in ihren von einem starken improvisatorischen Anteil geprägten Stücken doch sowohl auf ihre musikalischeTechnik als auch auf ihre Bereitschaft, gemeinsam über tiefe Gräben zu springen, ohne zu wissen, ob sie am gegenüberliegenden Ufer ankommen werden oder die verbleibende Zeit improvisierend im Flug verbringen müssen - vielleicht, um den Schmerz der Moleküle zu lindern und dafür eine weiche Landung geschenkt zu bekommen - oder auch nicht.


Die beiden Musiker des Duos kennen sich schon lange. Sie haben als Instrumentalisten jeweils die Orchester- und Kammermusik des anderen aufgeführt, gemeinsam in Ensembles gespielt und auch privat viel Zeit miteinander verbracht. Da scheint es rückblickend unerklärlich, warum es nicht schon früher zu diesem Duo kam… doch anlässlich des Studio-Projektes „alone together“ von Klex Wolf, bei dem dieser auch Hannes Sprenger zur Mitwirkung einlud, über vorweg aufgenommene Klavierspuren zu improvisieren, stellte sich heraus, dass die Vorstellungen davon, wie dieses Abenteuer zu bewältigen sei, so übereinstimmend und doch so eigen- und andersartig waren, dass eine weiterführende Zusammenarbeit unumgänglich war. Also wurde "Fransen Musik" gegründet.

 
   

Die CD "Mittwoch" (2013) ist die erste Veröffentlichung dieses Vorhabens zur Erforschung der Klangeigenschaften zerfranster Randgebiete der musikalischen Galaxie - oder der unberechenbaren Vorgänge in ihrem Zentrum.

»Widely improvised music containing elements of Jazz, Blues and avant-garde as well - fringed like a pet cat living in the wild.«

 


 
   

Im Frühjahr 2014 reisten Fransen zusammen mit Judith Meyer (Stimme, Electronics) nach Berlin und spielten im friederizianischen Ambiente des Schlosses Königs Wusterhausen ein Programm aus komponierten und improvisierten Stücken.

 

 

 
   

Die zweite Fransen-CD - "Die Siebentagewoche - ein literarisch-musikalisches Instantprojekt" (2014) entstand in Zusammenarbeit mit der Schriftstellerin Ursula Timea Rossel und dem Poetry-Slammer und Performer Markus Köhle, die sich, zusammen mit den musikalischen Protagonisten, mit den restlichen sechs Tagen der Woche literarisch auseinandersetzen - wobei der Mittwoch zwei weitere Auftritte bekommt.

Die Zugänge der beiden Textautoren zu unseren unmittelbarsten Zeitstrukturelementen, den Wochentagen, sind denkbar unterschiedlich: Der Tiroler Markus Köhle, ein prominenter Protagonist der Österreichischen Poetry-Slam-Szene, liest seine Texte rhythmisch, assoziiert lange, delikate Variationsketten – „Dönerdonner – Donnerschlag – Donnerdürüm – Donnerstag – Donner-, Herz- und Ratschlagseinsatz – Donnerstagspläne sind für die Katz“, verkündet lapidar: „Nichts ist der Mittwoch – der Mittwoch ist kein Tag...“ und schlägt vor: „Der Freitag sollte dem Montag mal sein Image borgen...“

Der Schweizerin Ursula Timea Rossel kommt das erstaunliche Verdienst zu, in ihrem 2011 im Bilgerverlag erschienen Roman „Man nehme Silber und Knoblauch, Erde und Salz“ Fransen erfunden zuhaben – also zwei Jahre vor deren Gründung: „... und gleich, in wenigen Sekunden, sobald er an den Fransen der Szenerie wahrnehmen würde, dass der Zauber nachließ, wäre alles vorbei, er würde jeden Finger einzeln vom Geländer lösen und sich in Zeitlupe fallen lassen, in die Schönheit, ins Absolute, ins Nichts, ins dunkle Land, in den äußersten Westen...“ Sie betreibt „Kryptogeographie“, und in ihrem Dienstags-Text stellt sie fest: „Der Anblick Gottes ist nichts für Memmen.“

Die Fransenmusik kontrastiert, kontrapunktiert, konstituiert und konstruiert sich mit den Texten zusammen zu einem „lexikotonen“ Ganzen, über dem als Motto die Frage aus Gilbert Keith Chestertons Roman „Der Mann, der Donnerstag war“ stehen könnte: „Gestatten Sie, dass ich Sie ein bisschen an der Nase ziepe?“

Am 25.9. 2014 wurde die CD im Freien Theater Innsbruck live präsentiert.

 

Fransen Äther

Am 15. Jänner 2016 zwischen 11:00h und 12:00h wurde das Projekt in einer ungewöhnlichen Performance ein weiteres Mal vorgestellt: Markus Köhle in Wien und Ursula T. Rossel im Waadtland in der Schweiz und die Fransen-Musiker im Innsbrucker Freirad-Studio lasen, spielten und sendeten gemeinsam über Radio und Telefon - also über den "Fransen-Äther" - zwei Wochentage live. 
Das "Hörbuch der besonderen Art" (concerto 5/2015) bekommt so
ein "Fransenbook Air" zur Seite. Im Innsbrucker Studio mit dabei war Robert Renk, der als Obmann von 8ungKultur die CD zusammen mit Fransen Musik produziert hat.

Die Sendung kann hier gehört werden.

 
   

klang_sprachen 2016

Im Juni 2016 konzipierten Fransen Musik in Zusammenarbeit mit dem Tiroler Kamerorchester InnStrumenti, dem ORF und dem Verein 8 ung Kultur die Konzertlesung klang_sprachen "wie ein mensch der umdreht geht" DANTEs läuterungen reLOADED mit der Tiroler Autorin Barbara Hundegger im ORF Studio Tirol. Zu den Texten von Barbara Hundegger wurde Musik von Girolamo Frescobaldi/bearb. Klex Wolf, Hannes Sprenger, Ivana Radovanovic, Klaus Telfser, Manuela Kerer/bearb. Hannes Sprenger, Sofia Gubaudulina, Ralph Schutti/bearb. Hannes Sprenger sowie Improvisationen von Fransen Fransen Jazz (Wolf, Sprenger, Telfser, Norz) gespielt.

 
   

klang_sprachen 2017

Nach dem großen Erfolg der klang_sprachen 2016 fand die zweite Auflage von klang_sprachen "Die Kunst an nichts zu glauben" ebenfalls im ORF Studio Tirol statt, mit dem Tiroler Kamerorchester InnStrumenti, dem Tiroler Autor Raoul Schrott und dem Sänger Dale Albright. Die Musik stammte von David Bowie/bearb. Klaus Telfser, Klex Wolf, Hannes Sprenger, Helga Plankensteiner, Franz Schubert und Fransen Fransen Jazz (Wolf, Sprenger, Telfser, Schiffer).

 
   

Die bisherigen Projekte

30.5. 2013 mit dem Tiroler Autor Victor Tiefenbrunner, Saal der LMS Landeck

22.06. 2013 Fete de la Musique, Innsbruck

17.7. 2013 Aufnahmen zur CD "Mittwoch"

5.9. 2013 mit dem Tiroler Autor Elias Schneitter, Buchhandlung Morawa, Innsbruck

14.10. 2013 Österreich liest, Bibliothek Zirl

11.5. 2014 TAT-Jazzfestival, Innsbruck

30.5. 2014 Fransen mit Judith Meyer, Berlin, Schloss Königs Wusterhausen

6.6. 2014 "Klingendes Bekenntnis zu Führer und Reich" mit dem Tiroler Musikwissenschaftler und Autor Kurt Drexel, Treibhaus Innsbruck
Presse:
"Hannes Sprenger und Klex Wolf (...) dekonstruierten improvisierend Nazi-Musik und eine kulturpolitisch programmatische Goebbels-Rede – messerscharf, bitterböse, jazzig, subversiv."

Franz Gratl in der Kronenzeitung v. 8.6. 2014


10.7. 2014 Beginn der Aufnahmen zu "Die Siebentagewoche – Ein literarisch-musikalisches Instantprojekt"
Presse:
"Nachrichten aus dem Abseitigen
des Diesseitigen, umspielt von pfiffigem,
entspanntem Jazz, sind von der Schwei-
zer Schriftstellerin Ursula Timea Rossel und
dem österreichischen Autor Markus
Köhle zu hören. Die sieben Wochentage
sind das Geländer, an dem sich diese
beiden Traumtänzer bei ihren verspielten, hier
tief-, dort absichtlich flachsinnigen Bemerkungen zu unserem Alltag entlanghangeln. Es ist ein Denken an den Dingen, entlang der Sprachgestalt und ihrer Kuriositäten, ein Selbstumgang mit Sein und Phänomenen der Post-Post-Post-Moderne, das ohne poetisch überfeinerte Anmutung daherkommt: anarchisch, nachdenklich und verletzlich in seiner Offenheit. Dichtung als Sprach- und Sprechdenken im Jetzt und mit absichtlichem Abstand zum Lyrischen. Das ist nicht nur anregend, sondern auch sympathisch.

Neue Zürcher Zeitung, Phono Spektrum, 5.2. 2016



25.9. 2014 "Die SiebentagewocheEin literarisch-musikalisches Instantprojekt"
CD-Live-Präsentation Freies Theater Innsbruck mit Ursula Timea Rossel und Markus Köhle


13.6. 2015 Altes Kino, Landeck


12.9. 2015 Fransenjazz mit Engelbert Gruber und Robert Pammer im B4 in Zirl


15.1. 2016 Fransenäther mit Ursula Timea Rossel und Markus Köhle am Telefon und Fransen im Studio von Freirad


5.2. 2016 Fransenjazz mit Klaus Telfser Abendgymnasium Innsbruck


17.6. 2016 klang_sprachen 2016 mit dem Tiroler Kammerorchester InnStrumenti unter der Leitung von Gerhard Sammer, Barbara Hundegger (Texte und Lesung) und Fransen Jazz mit Klaus Telfser und Chris Norz
Orf Studio Tirol, Innsbruck

9.2. 2017 freak in >> chill out Fransen Jazz mit Henry Sigl und Charlie Fischer
Bierstindl, Innsbruck

16.3. 2017 Rififi, Innsbruck


19.5. 2017 open jazz night mit Harry Triendl (Electronics, Touchgitarre) und Christian Unsinn (Drums)
Jugendland, Innsbruck


17.6. 2017 klang_sprachen 2017 mit dem Tiroler Kammerorchester InnStrumenti unter der Leitung von Gerhard Sammer, Raoul Schrott (Texte und Lesung), Dale Albright, Gesang, und Fransen Jazz mit Klaus Telfser und Andreas Schiffer
Orf Studio Tirol, Innsbruck